Wie ist das mit dem Glück ein kleiner Denkanstoß

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Glück!
(Ein Glück, dass ich noch lebe!)
Es hat lange gedauert und es war gar nicht einfach, als ich mir überlegte was das Gefühl-Glück eigentlich in mir auslöst.
Das Gefühl-Glück ist für mich ein breites Lächeln und ein sehr weites Gefühl im Magen und wenn ich glücklich bin entspannen sich alle meine Muskeln.

Glück kann man durch kleine Dinge erfahren zB.: ein Lied im Radio. Ich höre gerade Großvater von STS und das breite Lächeln ist da.

Viele kleine unwichtige Dinge. Heute habe ich einem Star Vogelvater zugesehen wie er seine gar nicht mehr so kleinen Jungen mit unseren Kriecherln auf unserer Terrasse fütterte. Wir wollten gerade weg gehen aber wir nahmen uns beide (mein Mann und ich) Zeit und es machte uns sehr viel Spaß. Wir waren glücklich.

Ein schöner Spaziergang an einem schönen Tag mit meinem Mann und Anabell unserem Hund, macht mich glücklich.

Probiere es einfach aus, du wirst wenn du darauf achtest, auch so Glücksmomente erleben.

 

Und das schönste ist: „ich kann dieses Glücksgefühl durch mein Lächeln bewusst her holen.“ Natürlich ist das umschwenken von sehr traurig auf glücklich nicht so leicht (ich habe es noch nie geschafft) aber wenn man eine normale Stimmungslage hat und dann bewusst „das Glücklichsein“ her holt durch das Lächeln, das funktioniert.

Ich kann also immer glücklich sein??? Na ja fast immer.

Dazu muss ich sagen, dass ich seit meinem Schlaganfall vor 11 Jahren, eine glückliche Grundeinstellung habe. Es ist so viel passiert aber alles im Endeffekt zu meinem Besten. Natürlich war ich oft auch sehr traurig aber das ging vorbei und über blieb die Freude am Leben.

 

Der Schlaganfall: am ersten Tag. ich bin außer Betrieb, das heißt mein Leben hat sich komplett verändert. Ich gehe nicht mehr arbeiten mein schöner Beruf des Qualitäts- und Umweltmanager, Organisation und Kultur ist weit weg und momentan denke ich nicht einmal an ihn. Ich denke auch nicht an mein normales privates Leben. Momentan ist alles reduziert auf das Überleben. Ich bin im Spital und es stört mich gar nicht. Normalerweise habe ich eine Panik davor und will so schnell als möglich wieder heraus, aber jetzt ist es mir egal. Mein Leben besteht aus schlafen, essen, Untersuchungen und ich versuche jeden Tag auf WC zu gehen, denn das wollen die Schwestern. Irgendwie vergeht der Tag im Überwachungsraum mit vielen Kabeln an mir. Durch die Psycho-Medikamente bekomme ich nicht mit was mit mir passiert, ich bin ruhig gestellt, nur die Besuche von meiner Familie bekomme ich mit. Aber sonst kann ich mich an diese Zeit nur vage erinnern.

Aber es ging weiter ich lebte.